Kryptographiekenntnisse sind für einen sicheren Umgang mit Informationstechnologie unverzichtbar.
Es ist überfällig, dass ein diesbezügliches Grundwissen bereits in den Schulen, etwa im Mathematikunterricht, vermittelt wird.
Künftig soll die digitale Signatur die eigenhändige Unterschrift in weiten Bereichen ersetzen und ein hohes Maß an Rechtsverbindlichkeit und Zurechenbarkeit bekommen. Informationstechnisch baut die digitale Signatur auf Verschlüsselungstechnik auf, es wird ein "Fingerabdruck" des edv-mäßig vorliegenden Dokuments mit dem privaten Schlüssel des Autors verschlüsselt.
Bevor man sich auf eine digitale Signatur einläßt, sollte man wenigstens ungefähr wissen, was dabei vorgeht. Nur so kann man mögliche Gefahren und Mißbräuche abschätzen und einen Sinn dafür entwickeln, wo man Vertrauen entgegenbringt und wo besser nicht. Vor allem sollte man auch beachten, dass die Rechtsverbindlichkeit und Sicherheit des Verfahrens auch rückwirkende Folgen hat. Habe man eine Chipkarte mit einer rechtsverbindlichen Signatur und taucht irgendwo eine damit erstellte digitale Unterschrift auf, ist man haftbar. Will man bestreiten, dass man selbst "unterschrieben" hat, muss man eine Schwachstelle oder ein Fehler des Systems nachweisen, was mit Sicherheit kein leichtes Unterfangen sein wird. Das sich Einlassen auf rechtsverbindliche Signaturen will gut überlegt sein.
Dazu wurde das
CrypTool gemeinsam von Wirtschaft und Hochschulen als adäquates didaktisches Medium für eine moderne Lehre und für das End-User Awareness-Programm entwickelt, um die Sensibilität der Mitarbeiter für IT-Sicherheit zu erhöhen und um ein tieferes Verständnis für den Begriff Computer-Sicherheit zu ermöglichen.
Ein weiteres Anliegen war die Nachvollziehbarkeit der in der Deutschen Bank eingesetzten kryptographischen Verfahren. So ist es mit CrypTool als verlässlicher Referenzimplementierung der verschiedenen Verschlüsselungsverfahren möglich, die in anderen Programmen eingesetzte Verschlüsselung zu testen. Man hat also auch ein Werkzeug zur Hand, mit dessen Hilfe überprüft werden kann, ob in einem Programm wirklich die angegebene Verschlüsselung durchgeführt wird.
Der Anwender kann sich veranschaulichen, wie schnell und leicht viele klassische Verschlüsselungsmethoden mit modernen Angriffsmethoden geknackt werden können. Eine Hilfe-Funktion stellt umfängliche Informationen zu den verschiedenen Algorithmen und Analysemethoden bereit.
Neben dem ver- und entschlüsseln kann auch signiert bzw. können Signaturen überprüft werden.
Weitere Informationen und die Downloadmöglichkeit (als exe-Datei) zu diesem Tutorium finden sie hier:
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